Aktuelle Themen

rund um eine gesunde, fett- und cholesterinbewusste Ernährung

Kategorie: Nahrungsmittelergänzung

Sinnvolle Vorsorge mit Jod

Nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Deutschland noch immer Jodmangel-Gebiet. Noch immer bekommen viele, vor allem Kinder und Schwangere zu wenig davon.

Nur ein Organ in unserem Körper braucht Jod: die Schilddrüse. Doch was sie daraus macht, ist lebenswichtig. Sie produziert nämlich täglich etwa 80 Mikrogramm der lebenswichtigen Hormone Thyroxin und Trijodthyronin, die zu rund 65 Prozent aus Jod bestehen. Deshalb benötigt die Schilddrüse pro Tag mindestens 50 Mikrogramm dieses Spurenelements. Doch das ist nicht so einfach, denn ein großer Teil des Jods aus unserer Nahrung verlässt den Körper gleich wieder über den Urin, so dass ein erwachsener Mensch mindestens 180 Mikrogramm Jod mit der Nahrung aufnehmen muss, wenn seine Hormonsynthese reibungslos klappen soll.

Empfohlene Mengen Jod und tatsächliche Zufuhr in Mikrogramm/Tag

Altersgruppe

empfohlene Menge

tatsächliche Aufnahme

Joddefizit

Säuglinge

50 – 80

40 – 50

10 – 30

Kinder

100 – 140

60 – 100

40

Jugendliche und Erwachsene

180 – 200

120

60 – 80

Schwangere und Stillende

230 – 260

110 – 125

120 – 135

Funktion der Schilddrüse

Die Schilddrüse ist ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ, das im Hals etwas unterhalb des Kehlkopfes liegt. Ihre Aufgabe ist die Produktion wichtiger Hormone: das Thyroxin und das Trijodthyronin. Beide beeinflussen das Herz-Kreislaufsystem, den Magen-Darm-Trakt, das Nervensystem und die Psyche. Daneben produziert die Schilddrüse auch das Hormon Calcitonin, das allerdings ohne Jod auskommt und seine Funktion im Knochenstoffwechsel hat. Die Herstellung der beiden jodhaltigen Schilddrüsenhormone steuert wiederum die Hirnanhangdrüse, die auch die Hormonmengen im Blut misst. Sie vergleicht die Konzentrationen mit dem Sollwert und veranlasst eine verstärkte Arbeit der Schilddrüse oder eine Drosselung ihrer Hormonproduktion.

Schilddrüsenhormone sind extrem wichtig

Vor allem für Schwangere, Kinder und Jugendliche sind die jodhaltigen Schilddrüsenhormone unverzichtbar. Sie steuern die gesamte körperliche und geistige Entwicklung. Ist der Mensch ausgewachsen, spürt er einen Jodmangel meist in Form von starker Müdigkeit und trockener Haut.

Nahrung für unsere Gesundheit

Über unsere normale Ernährung können wir kaum genügend Jod aufnehmen. Immerhin entspricht der tägliche Bedarf eines Erwachsenen dem Jodgehalt von vier Litern Milch oder sechs Kilo Vollkornbrot! Es gibt aber Ausnahmen: Seefisch, Meeresfrüchte und Algen. Schon 100 bis 250 Gramm dieser Lebensmittel aus dem Meer können den gesamten Tagesbedarf eines Erwachsenen decken. Zwar isst wohl kaum jemand jeden Tag Seefisch, doch schon zwei bis drei Fischmahlzeiten pro Woche würden der Gesundheit helfen. Und täglich Milch sowie Milchprodukte tragen zusätzlich zur besseren Jodversorgung bei.

Das Salz als wichtige Jodquelle

Jodsalz enthält etwa 20 Mikrogramm Jod pro Gramm. Das Jod stammt als Nebenprodukt aus den salpeterreichen Böden Chiles, die bis zu 0,1% Jod enthalten. Hier liegt es bereits als Natrium- oder Kaliumjodat vor, wird jedoch vor dem Zusatz in Salz noch gereinigt.

Mit zehn Gramm Salz ließe sich der Tagesbedarf also decken und tatsächlich nimmt der Durchschnittsbürger jeden Tag etwa so viel Salz zu sich – allerdings sind davon nur etwa drei Gramm jodiert. Denn das meiste Salz, das wir essen, steckt in Fertigprodukten wie Wurst, Käse oder Brot. Achten Sie deshalb darauf, ob die Hersteller Jodsalz verwenden.

15. Januar 2010
Kategorie: Nahrungsmittelergänzung

Kommentar schreiben »